Trainingstagebuch

#byebye10 zum Herbstanfang und eine neue Variante des Wochenendlaufes

Jeweils zum letzten Wochenende eines Monats gibt es die »Laufverabschiedung«. Da wird mit einem Halbmarathon dem Monat Tschüss gesagt. So hatte ich es ja auch am vergangenen Wochenende getan, jedoch ist der Monat ja immer erst zu Ende, wenn er zu Ende ist und das war im Falle des Oktober der letzte Dienstag. Und weil ich da ohnehin ein Läufchen zu machen gedachte, passte das super ins Programm. Wobei ich ja ohnehin dafür wäre, das immer am Monatsletzten zu machen, schon allein weil es nur dadurch eine wirkliche Herausforderung wird. Denn mal ehrlich, am Wochenende hat doch fast jeder die Zeit für einen Halbmarathon. 🤭

Der Lauf selbst fand – mal wieder – im Regen statt. Klar, es ist ja auch Herbst und der muss ja auch zeigen, was er kann. Damit gab es dann aber auch nicht die üblichen Augen am Streckenrand, bis auf einen vereinzelten Fuchs gab es keine vierbeinigen Großstadtbewohner zu sehen. Dafür lief es ziemlich »fluffig«. Denn nachdem ich ja am Wochenende gleich dreimal in die Laufschuhe schlüpfen durfte – Samstag morgens die übliche Runde, Samstagabend der Sportscheck RunBLN auf dem Tempelhofer Feld und Sonntag dann wieder die gewohnte Routine – hätte ich durchaus mit etwas lahmeren Beinen gerechnet. Aber nein, obwohl ich es gefühlt sehr langsam und ruhig angegangen bin, stand am Ende eine Pace von 5:53 min/km auf der Uhr. Sicher, nicht besonders schnell, aber eben auch nicht langsam.

A pro Pos Uhr: Zum Glück hatte sie durchgehalten, denn ich hatte vergessen sie aufzuladen und so hatte sie Dienstag früh nur noch 12 % Akku. Leben am Limit, sozusagen. Aber sie hat die komplette Zeit durchgehalten und am Ende sogar noch 3,1 % übrig. Da hat Garmin mit der fēnix® 7 schon echt was richtig Gutes gebaut. Den Mauerweglauf, mit 25 Stunden GPS-Betrieb, hatte sie ja auch ganz easy mitgemacht.

Der Donnerstag kam ganz im Gegensatz zum herbstlichen Dienstag eher frühlingshaft daher. Es war trocken und die Temperaturen lagen, zumindest in den Nachtstunden, während meines Laufes, um die 12 Grad. Das brachte dann auch wieder die ganzen Augen zurück an die Strecke. Unmengen Waschbären, etliche Füchse, Karnickel sowieso und sogar zwei Marder zeigten sich am Wegesrand und brachten so einige Abwechslung in die gewohnte bzw. bekannte Strecke. Was die sportlichen Aspekte betrifft, fühlte sich der Lauf, ebenso wie schon der am Dienstag, ziemlich locker an und so hatte ich dann auch beinahe die gleiche Pace am Start.

Am Freitag endete dann die aktuelle Routine. Und das hatte auch einen Grund, einen sehr guten sogar. Da begann nämlich der Urlaub. Und der wurde dann mit einem ganz gemütlichen Läufchen auf der »Grünen Runde« eingeläutet, die ich ja für gewöhnlich immer samstags mit meiner Frau laufe. Dabei machten wir uns dann recht früh auf den Weg, damit hinterher noch genug Zeit fürs Frühstück ist, bevor es dann nach Potsdam in die Sauna ging. Wo wir nicht zu spät sein wollten, damit auch der erste Aufguss mitgenommen werden konnte.

Und mal ehrlich, könnte man einen Urlaub besser beginnen, als mit einem feinen Läufchen und einem Tag in der Sauna? 🙂

Auch am Samstag wurde wieder gelaufen, logisch. Dabei habe ich dann aber mal etwas ganz Neues ausprobiert. Ich bin zunächst meine übliche Runde in Richtung Kladow/Sacrow gelaufen, wobei ich mit einer Pace von etwa 5:35 min/km schon recht zügig unterwegs war. Währenddessen fuhr meine Frau – mit etwas Verzögerung – mit dem Bus dorthin und ich sammelte sie dann in Kladow ein. Gemeinsam sind wir dann die Runde am Golfplatz entlang wieder heimwärts gelaufen, dann jedoch deutlich ruhiger, also mit einer Pace von etwa 6:13 min/km. Das ganze machte dann in Summe eine Pace knapp unter 6 Minuten.

Und weil es soviel Spaß gemacht hat, haben wir die Sache am Sonntag dann gleich wiederholt. Nur ein paar Sekunden langsamer als am Samstag, aber das war nicht geplant, sondern hat sich einfach so ergeben. Dabei hätte es dann Sonntag beinahe noch einmal ordentliches Regenwetter gegeben, denn beim Aufstehen schüttete es noch wie aus Eimern. Aber ein Blick aufs Regenradar zeigte, dass so ziemlich genau mit meinem Start nicht nur der Regen vorbei sein sollte, sondern der Himmel sogar komplett wolkenlos sein dürfte. Nun denn, genau so kam es dann auch.

Damit war die Woche dann auch schon abgeschlossen. In der kommenden Woche geht es dann komplett anders weiter. Nicht nur täglich, sondern auch auf ganz anderen, aber nicht unbedingt unbekannten Strecken. Einzig könnte es sein, dass es hier am kommenden Wochenende ruhig bleibt. Mal schauen …