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Back in Business, ein kleiner Rückschlag & was in diesem Jahr so alles im Kalender steht

Es geht wieder weiter. Seit etwas mehr als zwei Wochen bin ich wieder in Laufschuhen unterwegs, wenngleich das auch mit bisher mindestens einem Rückschlag verbunden war. Nach 6 Wochen gab meine Ärztin ihr OK für die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten und so begann ich, mit zunächst kurzen Distanzen, wieder zu laufen. Dabei bleibt es weiterhin beim Streakrunning, auch wenn der Unfall ja leider nach etwas über einem Jahr den ersten Streak gekillt hat.

Dann geht es jetzt eben von vorne los. Ich schaue da zwar immer wieder recht neidisch auf meine Frau, die langsam auf 1300 Tage Streakrunning zugeht, aber hey, es ist jetzt so wie es ist. Da muss ich wohl durch.

Kurz zum erwähnten Rückschlag. Ende letzter Woche bin ich etwas unvorsichtig unter der Schranke zu unserem Dienstgelände hindurch. Normalerweise macht die Wache das Ding auch hoch wenn ich komme, diesmal haben die das wohl verpennt. Und bei dieser Aktion bin ich dann auf etwas morgendlichem Eis weggerutscht und habe den Adduktoren ein wenig zuviel Spannung gegeben. Das wirkte dich auch auf das Becken aus, das noch immer nicht zu hundert Prozent schmerzfrei ist. Und damit begann der Tanz.

Einen Tag später entwickelte sich das zu einem formidablen Schmerz im Leistenbereich und ich befürchtete schon, in die Rettungsstelle zu müssen. Also Vollbremsung, den ganzen Tag Ruhe und viel Eispackungen. Tags darauf habe ich den Lauf dann auf reinen Streakerhalt beschränkt, der obendrein sehr, sehr langsam war. Bloß keinen Druck auf Leiste und Becken bringen. Das Vorhaben fürs Wochenende, ein tag in der Sauna, musste ohnehin ausfallen, da ich gerade erst ein frisches Tattoo habe und so mutzte ich das Wochenende zur Erholung und Schonung.

Mit Erfolg offenbar, denn zwei tage später war der Schmerz wieder auf dem ursprünglichen Level. Ja, immer noch da, aber eben undramatisch und so, dass berechtigte Hoffnung besteht, ihn irgendwann auch loszuwerden. So eine Prellung kann sich ja gern mal zwei bis drei Monate hinziehen. Also gebe ich mich keiner Hoffnung hin, in den nächsten Tagen und Wochen plötzlich wieder schmerzfrei zu sein.

Was der Kalender im Frühjahr bereithält!

Es geht jetzt also mit angezogener Handbremse weiter, also zunächst kurze Distanzen, die erst nach und nach gesteigert werden. Ende März steht nämlich das erste große Event an. Und da will ich ja fit sein. Es geht und dem Prag Halbmarathon, der ja letztes Jahr schon gebucht, dann aber wegen heftigem Fieber ausfallen musste. Und dieses Jahr will ich die Startplätze und Bahntickets nicht schon wieder umsonst gekauft haben. Außerdem war es ja ein echtes Abenteuer, die Startplätze zu bekommen. Das soll ebenfalls nicht umsonst gewesen sein.

Kurz vorher steht noch ein kleiner Lauf an. Hier um die Ecke geht es von Falkensee nach Spandau. Der Lauf der Sympathie bringt 10 Kilometer auf die Uhr und hier wollten wir schon lange mal mitlaufen. Und dieses Jahr habe ich tatsächlich mal daran gedacht, Startplätze zu buchen. Damit sind dann im Frühjahr wenigstens zwei Veranstaltungen im Kalender. Mehr geht auch nicht, denn wir haben jede Menge Wochenenden, an denen wir quer durch die Republik reisen, um Freunde zu treffen. Und das ist zumeist nicht mit Laufen verbunden. Eine Rehamaßnahme steht außerdem ins haus, auch das verbraucht viel Zeit.

MSR oder nicht MSR, das ist hier die Frage!

Und Ende Mai steht dann die Mecklenburger Seen Runde an. 300 Kilometer mit dem Radl um die Müritz. Auch hier hatte ich vergangenes Jahr einen Startplatz und so wie schon beim Halben in Prag musste auch dieser verfallen. Allerdings aus rein gesundheitlichen Gründen. Tja, und dieses Jahr? Ich weiß es nicht genau. Bis Ende Mai ist noch viel Zeit und ich hoffe, bis dahin wieder aufs Rad zu kommen. Denn aktuell, das wird sich jeder denken können, ist genau das nicht drin. Das Becken schmerzt noch zu sehr und da sind 12 Stunden und mehr im Sattel einfach nicht machbar.

Stell dir ein Rad-Event vor, bei dem jeder Mensch Wachstum erlangen wird. Persönliches und sportliches. – Mecklenburger Seen Runde – Unsere Mission

Aber ich bin wild entschlossen, denn dieses Rennen ist wirklich ein echtes Highlight. Die Strecke ist phänomenal, die Verpflegungspunkte (hier Depots genannt) einzigartig und die Stimmung riesig. Außerdem fahre ich da für gewöhnlich, und so ist es auch dieses Jahr geplant, mit einer echt tollen Kollegin. Letztes Jahr musste sie die 300 km allein machen und im auf und ab der Hügel, im stets wechselnden Wind und bei zwangsläufig auftretender Müdigkeit ist es einfach besser, wenn man zu zweit ist. Da will ich sie natürlich nicht schon wieder hängen lassen. Wir werden also sehen.

Und dann noch so?

Klar, die Generalprobe Ende August und der Marathon Ende September stehen im Kalender. Aber bis dahin ist noch viel Zeit. Ich werde mal schauen, ob wir dieses Jahr wieder in Potsdam zum Schlösserlauf kommen. Und zusätzlich nach netten kleinen Volksläufen in der Gegend Ausschau halten. Wenn da jemand Vorschläge hat, immer her damit. Ich schaffe es nämlich irgendwie immer, diese Läufe erst dann zu bemerken, wenn die Leute hier aus der Gegend bei Instagram davon berichten.

Aber, das haben die letzten zwei Jahre gezeigt, ich lege mich mal nicht zu früh auf Dinge fest, die weiter als 3 bis 6 Monate entfernt sind. Allzu schnell kann sich alles verändern und plötzlich platzen alle Pläne. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass es jetzt gesundheitlich mal ein paar Jahre lang stabil bleibt. Wir werden sehen. 🙂

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