Ein paar Wochen Reha, noch immer allerlei Wehwehchen & Streak on!
Nach dem Halbmarathon in Prag hatte ich es ja noch direkt vor Ort geschafft, mein rechtes Fußgelenk zu demolieren. Typisch, wenn man mal ein paar Tage verletzungsfrei ist, meint das Schicksal, einfach mal wieder draufhauen zu dürfen. Dafür stand direkt nach Ostern Reha an. Es ging in den schönen Teutoburger Wald nach Bad Lippspringe, wo den dortigen Therapeuten der „Teutoburger Wald Klinik (TWK)“ die Aufgabe zukam, meine Knochen allesamt wieder in die richtige Position zu bringen. Sozusagen. 😉
Die drei Wochen waren echt angenehm, aber auch ziemlich anstrengend. Jeden Tag volles Programm, wobei es neben den angenehmen Dingen, wie Yoga oder Qigong, allerlei Entspannungstrainings und Hydrojetmassagen zum Teil echt heftig herging. Turnen in quasi allen Lagen. Im Wasser, im Stehen, im Liegen und gefühlt auch im Fliegen. Und vom Timing immer so, dass man zwischendurch soviel Zeit hatte, dass es sich zwar lohnte, ein paar Minuten aufs Zimmer zu gehen, aber mehr war dann auch nicht drin. Schließlich musste man ja pünktlich zur nächsten Anwendung erscheinen.
Dafür hatte die Terminplanung meinen Wunsch weitgehend berücksichtigt, alles auf den Vormittag zu packen und mir die Nachmittage freizuhalten. Meine Frau war nämlich als Begleitperson mit dabei und so konnten wir dann nachmittags die Gegend erkunden und ein paar richtig schöne Wanderungen machen.
Irgendwas ist immer im Eimer!
Während der Reha hat sich mein Fußgelenk dann auch komplett regeneriert und die Schmerzen waren weg. Hurra könnte man sagen, aber nein, kaum dass der Fuß in Ordnung war, begannen rechtsseitig die Adduktoren an zu schmerzen. Das gibt es echt in keinem schlechten Russenfilm! Teilweise waren die Schmerzen so heftig, dass ich nicht einmal richtig in die Schuhe kam. Kurioserweise machte sich das beim Laufen überhaupt nicht bemerkbar.
Was ich natürlich begrüßte, aber dennoch nervt es schon ein bisschen, dass damit der „Verletzungsstreak“ aufrecht erhalten wird. Und wo wir schon beim Thema Streak sind, natürlich habe ich den Laufstreak auch weitergeführt. Aktuell bin ich bei irgendwas knapp über der 170. Wobei es natürlich erst bei 383 Tagen Grund zur Freude gibt, denn dann bin ich weiter als beim letzten Mal, wo ja bei 382 der Spaß vorüber war. Die Adduktorenschmerzen hatten sich dann auch bis zum Urlaub gehalten. Dort gingen sie dann in einen einfachen rechtsseitigen Leistenschmerz über, der sich tapfer bis zum heutigen Tag gehalten hat. Soviel also zu Verletzungen und dergleichen.
Die Zeit fliegt förmlich dahin
Damit wäre auch schon der Urlaub erwähnt, der inzwischen auch schon wieder vorüber ist. Irgendwie schreibe ich schon wieder ein paar Wochen hier an diesem Artikel herum. Immer mal ein wenig, wie gerade Zeit ist und irgendwie fehlt die Zeit ständig. Und plötzlich ist das erste halbe Jahr herum und wir sind mitten in einem Jahrhundertsommer. Damit nähert sich dann auch der erste von noch zwei in diesem Jahr anstehenden Wettkämpfen, von dem ich noch gar nicht so sicher bin, ob ich da überhaupt mitmachen werde.
Die Rede ist von der Generalprobe, also dem ehemaligen Stadtlauf in Steglitz. Eigentlich ist das eine nette Runde, allerdings gibt es da einen haken. Nein, sogar zwei. Der erste ist, man muss einen Tag vorher nach Steglitz runter, um die Startnummer abzuholen. Und dann hat diese Veranstaltung entweder 10,5 oder 21,1 Kilometer.Da ich ja aktuell jeden tag 15 bis 17 Kilometer laufe, sind die 10,5 irgendwie zu wenig. Dafür dieser Aufwand, also schon am Tag vorher hin und dann am Tag selbst ja auch. Und obendrein ein deutlich späterer Start als gewöhnlich, denn ich bin ja eher der Early Bird und laufe oft noch in der Nacht los.
Ja, man könnte jetzt sagen, dass ich dann eben den Halbmarathon machen sollte. Das stimmt im Grunde auch, zumindest was die Distanz betrifft. Aber dann muss man die Runde der 10,5 Kilometer langen Strecke einfach zweimal laufen. Und hey, zwei Runden sind irgendwie nicht so mein Ding, das macht einfach keinen Spaß. Und deshalb überlege ich noch. Ob ich teilnehme und wenn ja, welche Distanz ich dann mache.
Fest steht hingegen nur der Marathon Ende September. Der wird dann allerdings zum reinen Spaßlauf, also ganz ohne irgendwelche Zeitvorhaben oder Ziele. Ganz gemütlich die Runde machen und dabei die Stadt, die Menschen und die Atmosphäre genießen.
Und das war es jetzt mal wieder in aller Kürze. Das Training läuft weiter und im November fällt dann die Entscheidung, ob 2027 wieder der Mauerweglauf in Angriff genommen wird. Also quasi die Veranstaltung, für die ursprünglich dieser Blog gebaut wurde. 😉




